Die Ausbildung -
Fachkraft für Lagerlogistik
Für die Ausbildung
zur Fachkraft für Lagerlogistik ist nach dem Berufsbildungsgesetz
keine bestimmte Schulbildung erforderlich (Hauptabschluss jedoch
Voraussetzung, und zwar ein mittlerer bis guter Abschluss. Darüber
hinaus ist die Ausbildung natürlich auch mit einem Realschulabschluss
realisierbar), genauso wenig eine besondere berufliche Vorbildung.
Ebenso ist auch kein
Mindestalter vorgeschrieben, genauso wenig wie
ein Höchstalter. Für Behinderte mit Einschränkungen im Bereich Gehen
und Stehen jedoch ist eine derartige Ausbildung nicht geeignet, denn
es bestehen zum Teil hohe körperliche Beanspruchungen bei dieser
Ausbildung. Darüber hinaus sind für die Ausbildung zur Fachkraft für
Lagerlogistik jedoch einige Kenntnisse und Fertigkeiten unabdingbar
und damit Voraussetzung, wie durchschnittliche Kenntnisse in
Mathematik und ausreichende Kenntnisse in Deutsch. Insbesondere
gefragt ist das Beherrschen der Grundrechenarten und Berechnung von
Flächen etc. Was die Kenntnisse in Deutsch betrifft, so sind
Fähigkeiten in Satzbau und Ausdruck (erforderlich für das Ausfüllen
von Fracht- Lager- und Versandpapieren). Darüber hinaus kann auch von
Vorteil sein, dass man Kenntnisse hat von Gewichten und Maßen, sowie
mit Datenverarbeitungsgeräten umgehen kann und unter Umständen auch
Kenntnisse in Fremdsprachen hat (Englisch als Weltsprache für den
Umgang mit ausländischen LKW-Fahrern ist hier schon von Vorteil).
Die Ausbildungsdauer
zur Fachkraft für Lagerlogistik beträgt drei Jahre. Bei guten
Leistungen ist auch eine Verkürzung der Ausbildungsdauer um ein halbes
Jahr möglich. Darüber hinaus kann die Ausbildung in zwei Stufen
erfolgen. Nach 2 Jahren ist der Abschluss der 1. Stufe erreicht, wobei
der Auszubildende dann Fachlagerist wäre. Nach dem Abschluss der 2.
Stufe nach einem weiteren Jahr erfolgt dann der Berufsabschluss zur
Fachkraft für Lagerlogistik. Viele Unternehmen legen danach wert auf Kommissionierung auf internationalem Standard
Die Ausbildungsinhalte
beschränken sich bei der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik
nicht nur auf Disponieren, Beschaffen, Annehmen, Auspacken und
Einlagern der Ware. Vielmehr werden den Auszubildenden auch Kenntnisse
im Bezug auf Kundenretouren bearbeiten und ein Einblick in
vorbereitende Arbeiten für den Einkauf nahe gebracht – und das meist
schon im ersten Lehrjahr. Im zweiten Lehrjahr liegt der
Schwerpunkt
auf der Bestandspflege und dem Versand. Im dritten Ausbildungsjahr
wird dem Azubi auch in Zusammenhang mit der Bestandspflege Einblick in
die Inventurarbeiten gewährt.
Die Vergütung
während der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik beträgt in der
Regel zwischen 400 und 500 Euro. Im 1. Lehrjahr ist diese natürlich
geringer, als im 3. Lehrjahr. Die Höhe des Verdienst während der
Ausbildung ist von Tarif der jeweiligen Branche abhängig.
Eine
Zwischenprüfung bei der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik
erfolgt 1 ½ Jahre nach dem Beginn der Ausbildung. Deren Ablegung ist
die Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung, die am
Ende der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erfolgt. Geprüft
werden dabei die Bereiche
Prozesse der
Lagerlogistik, Rationeller und der die Qualität sicherndender
Güterumschlag, wie auch letztlich Wirtschafts- und Sozialkunde und
selbstverständlich auch das Lösen von praktischen Arbeitsaufgaben.
Die Aufstiegschancen
nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung zur Fachkraft für
Lagerlogistik sind sehr vielfältig. Nach erfolgreich abgeschlossener
Ausbildung kann zum Beispiel in den Wirtschafsbereichen Industrie,
Handel und Speditionen gearbeitet werden. Der Arbeitsplatz befindet
sich dann in der Regel im Lager, oder aber in Kühlhäusern. Die
konkreten Aufstiegschancen lassen sich durch Weiterbildungsmaßnahmen
realisieren, und zwar zum Meister/in – Lagerwirtschaft, zum
Techniker/-in – Betriebswissenschaft, oder aber zum
Handelsfachwirt/-in, bzw. Fachkaufmann/-frau - Einkauf und Logistik.
|